Nach der Uni ist vor der Uni

By Layrinha

…zumindest, wenn man dort einen Job angenommen hat. Doch von vorne. Ich bin gerade fertig mit meinem Magisterstudium. Nach einem Monat Freizeit werde ich mich aber wieder ins Unileben stürzen, diesmal als Projektmitarbeiterin an meinem „alten“ Lehrstuhl. Halbtags. Die anderen Halbtage wird promoviert, das ist das heere Ziel.

Die gar nicht so lange Pause möchte ich nutzen, etwas wieder aufzunehmen, das ich vor Jahren bereits einmal begonnen hatte. Vor vier bis fünf Jahren hatte ich eine eigenen kleine Website. Damals schrieb ich ab und an, was mein Leben so mit sich bringt. Das hieß zwar nicht Weblog, aber kam aufs Gleiche raus.

Nun ist also mein zweiter Tag nach der letzten mündlichen Prüfung. Nach eineinhalb Jahren schlechten Gewissens und ohne Feierabend und Wochenenden. Magisterarbeit und schriftliche und mündliche Prüfungen. Vorbei. Da fängt man doch schnell an, sentimental zu werden. In Kürze werde ich mir die Tage auf der Couch mit Büchern und Laptop vermutlich sogar zurückwünschen. So ist das mit dem Gehirn, im Nachhinein wird alles besser…

Was tut man denn nach so einem apruppten Ende eine Lebensphase? Nun ich versuchte es gestern mit Ausschlafen und ungeplantem Tag mit Freund und Hund. Die spontane Nachmittagsentscheidung wurde dann vom schönen Frühlingswetter bestimmt und sah einen Ausflug in den Zoo vor. Da ich in der Nähe wohne und der Hund ohnehin Bewegung brauchte, wollten wir hinlaufen und dann ganz relaxt Tiere gucken und Lustige Straßenhund-Wildtier-Fotos schießen. Aber nein, der Hund hielt nicht viel von der Idee und schmiss sich nach zwei Kilometern Fußmarsch beherzt in einen Haufen… Nun ja, die Details wollt ihr nicht wissen. Zumindest widerlich und stinkend. Erst der Haufen, dann der Hund. Also wieder nach Hause gelaufen, Hund extra lang in die Badewanne gesteckt und umgeplant. IKEA-Shopping. Für die Unwissenden sei hier kurz der Unterschied zwischen Einkaufen und Shopping erklärt: „Einkaufen“ tue ich, wenn ich ein paar Glühbirnen und eine neue Matratze brauche. „Shopping“ hingegen bezieht sich eher auf Kaffeetrinken, die Stofftiere in der Kinderabteilung durchknuddeln, Küchenblöcke bewundern und im EG irgendwelchen Kleinkram kaufen, dessen wahrer Wert wohl vielen verborgen bleiben wird. (Manchmal sogar mir zuhause – aber für was gibt es drei Monate Rückgabefrist.) Also IKEA. Bisschen was gegessen, bisschen was gekauft. Ich persönlich war ja vor allem auf der Suche nach simplen weißen Zimmerpflanzenübertöpfen… Scheinen out zu sein, zumindest in Schweden. Im danach angefahrenen „Pflanzenparadies“ sah es übrigens keinen Deut besser aus. Habe mit dann frustriert eine Mini-Rose gekauft (ohne Übertopf) und beschlossen, die Dinger bei IKEA nächste Woche doch noch mal aus der Nähe zu betrachtet. Ach ja, und ein bisschen Lieblings-Trockenfutter für den Hund kam auch mit. Das werdet ihr noch öfter sehen, darauf läuft alles hinaus: für den Hund…

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