Die lieben Podcasts

By Layrinha

Da habe ich gerade eben das erste Telefoninterview meines Lebens zu meiner Podcaststudie hinter mich gebracht und schon beschäftigt mich das Thema wieder…

Einem Twitter-Eintrag folgend, fand ich neugieriger Mensch heute Morgen die Seite www.was-ist-podcasting.de. So weit, so gut, kann ja interessant sein, ich bleibe am Thema dran. Mit der Problematik der fehlenden einheitlichen Definition habe ich mich in meine Magisterarbeit ja auch schon ausführlich auseinandergesetzt. Ich bin froh über neue Ansätze und gerne nehme ich auch eine allgemeingültige offizielle Definition eines Podcastkataloges hin… Aber mal ehrlich, Podcasting von „Personal Broadcasting“ abzuleiten, scheint mit ein wenig weit hergeholt. Adam Curry hatte 2004 nun mal einen iPod in der Hand und daher plädiere ich weiterhin für die Kombination aus „iPod“ und „Broadcasting„. Wo kommen wir denn hin, wenn hier jeder neue Wortursprünge findet? iEtymologie? Etymologize-it-yourself? Aber das ist vermutlich ein gemeinsames Problem aktueller Wortneuschöpfungen: Nicht nur, dass kaum einer weiß, was sie bedeuten. Es weiß auch keiner, woher sie wirklich kommen.

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3 Antworten zu „Die lieben Podcasts“

  1. Fabio sagt:

    Liebe Barbara,

    wenn ich Podcasting im historischen Kontext betrachte, dann ist es entstanden, weil einige Blogger auch Audiobeiträge veröffentlichen wollten. Da passt das Personal Broadcasting 100%.

    Adam Curry mag als VIP das Podcasting einen Schritt weitergebracht haben und er mag auch den ersten sog. Podcatcher für das RSS-Protokoll geschrieben haben, aber den Begriff Podcast hat jmd. anders geprägt. Vgl. http://en.wikipedia.org/wiki/History_of_podcasting

    Die Erklärung über iPod und Broadcasting ist irreführend und von der Erklärung her mindestens genauso an den Haaren herbeigezogen.

    My 2 Cent,
    Fabio.

  2. Layrinha sagt:

    Lieber Fabio,

    es ist keineswegs so, dass ich Deine persönliche Meinung angreifen wollte, aber als einzig gültige mag ich sie auch nicht stehen lassen.

    Mir ist wohl bekannt, dass die Etymologie des Wortes „Podcasting“ weder geklärt noch nachvollziehbar ist. Die meist dargelegte Version ist aber die, dass ein bestimmter Journalist des Guardian den Begriff geprägt hat, da sind wir uns wohl einig. Und ob er dabei an „iPod“, „Personal“ oder gar „Professional“ (wäre rein lauttechnisch ja auch möglich) oder etwas ganz anderes gedacht hat, das lässt sich wohl kaum mehr feststellen. Und – das ist jetzt meine ganz eigene Meinung – die Wortentstehung aus Richtung iPod ist durchaus leichter nachvollziehbar als die Verschmelzung der Wörter „Personal“ und „Broadcasting“.

    Woher auch immer der Begriff nun kommt, ich fände es doch sehr hoch gegriffen, eine Version, die in nahezu allen Wörterbüchern und Nachschlagewerken vermerkt ist, als falsch abzutun. Auch mag ich nicht so recht glauben, dass die ganze Welt aus Wikipedia abschreibt.

    Vielen Dank für Deine Meinung,
    Barbara

  3. Fabio sagt:

    Hallo Barbara,

    als *Angriff* auf meine persönliche Meinung habe ich Deinen Eintrag gar nicht aufgefasst!

    Alles Bestens,
    Fabio :)

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